Wenn du 90 Minuten nur mauerst, gewinnst du kein Spiel

Kai Wels ist bekannt für seine Kabinenansprachen, wie man in der Fußballersprache so schön sagt. Und so hat er auch mit seinem Facebook-Beitag wieder das Herz auf der Zunge.

Manchmal liest man Meinungen aus der Verlagsbranche, da ist man wirklich sprachlos über die strikte Verweigerung anzuerkennen, dass wir uns im 21. Jahrhundert befinden und es nicht die Sonne ist, „die untergeht, sondern die Erde, die sich dreht.“  Ernsthaft. Es gibt so viele Möglichkeiten, so viele Chancen, so viel Ansatzpunkte etwas anders zu machen und sich veränderten Märkten und Kundenbedürfnissen anzupassen. Ich kann nicht verstehen, warum manche dies nicht sehen (können oder wollen) und stattdessen nach der guten, alten Zeit rufen.

Ich habe es zu meinem Beruf gemacht, diejenigen zu unterstützen, die vielleicht nicht den ganzen Blick auf das haben, was die Digitalisierung mit sich bringt, im Positiven wie im Negativen.

Kai Wels - Stabsleiter Digitale Produktentwicklung bei Beuth Verlag Gast-Blogger [ http://www.kaipiranha.de ]© Qimago photography - Mehrdad Abedi (www.qimago.de)
Kai Wels – Stabsleiter Digitale Produktentwicklung bei Beuth Verlag Gast-Blogger [ http://www.kaipiranha.de ]© Qimago photography – Mehrdad Abedi (www.qimago.de)
Ich habe dabei Menschen getroffen, die dankbar waren, dass sich jemand die Zeit genommen hat, für etwas mehr Klarheit zu sorgen. Ich habe Menschen getroffen, die verstanden haben, aber sagten, sie kämen damit nicht zurecht.  Sie würden so weitermachen, wie es eben geht. Ich habe Menschen getroffen, die kreative Lösungen gefunden haben, damit sie das weiter machen können, was ihre Leidenschaft ist. Es ist vielleicht eine Frage der Lebenseinstellung, wie man mit Veränderungen umgeht. Doch wenn ich sehe, wie meine 76-jährige Mutter neben ihrer beachtlichen Bibliothek ihren eReader eigenständig bespielt und gelesene Bücher wieder bei Rebuy verkauft,

dann frage ich mich wirklich, was so schwer daran ist, mit dem Finger nicht dauernd auf andere zu zeigen, sondern sich damit erstmal selbst an die eigene Nase zu fassen.

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